Yesudianyoga

Selvarajan Yesudian, 1916 in Indien geboren, kam 1937 nach Ungarn und brachte als erster Yoga nach Europa. Zusammen mit der Ungarin Elisabeth Haich gründete er in Budapest die erste Yogaschule, die schnell auf großes Interesse in der Bevölkerung stieß und sich einer wachsenden Beliebtheit erfreute.

Nach dem Krieg eröffnete die Yogaschule Yesudian-Haich in der Schweiz Schulen in mehreren großen Städten (Zürich, St. Gallen, Luzern, Bern) und die Yoga-Sommerschule in Ponte Tresa, die jährlich tausende von Besuchern anzog.

 

Was sind die Kennzeichen von Yesudian-Yoga:

Yesudian-Yoga enthält Elemente aus Hatha-Yoga, Raja-Yoga, Jnana-Yoga, Bhakti-Yoga und Karma-Yoga. Die Übungen – Pranayama und Asanas – sind Hatha-Yoga-Übungen, aber durch die Bewusstseinslenkung, die kontemplativ ausgeführten Atem- und Körperübungen, das Einfühlen in die Position und die abschliessenden Affirmationen gehen wir im Yesudian-Yoga weit über das herkömmliche Hatha-Yoga hinaus. Auch die zu Beginn der Stunde gehaltenen kurzen Vorträge über Yogaphilosophie und Lebensphilosophie sind ein wichtiger Bestandteil von Yesudian-Yoga. Sie fördern ein tieferes Verständnis von Yoga und den Zusammenhängen des Lebens und dienen somit der Charakterbildung und der mentalen und körperlichen Stärkung des Übenden. Yesudian-Yoga zeichnet sich auch dadurch aus, dass es von jedem Menschen geübt werden kann, vom Kind bis ins hohe Alter.

 

Eine Yogastunde im Stil von Yesudian hat eine klare Strukturierung:

Kurze Versenkung – in aufrechter Sitzhaltung Ruhe erleben, kurze Vorträge über Yoga, Atemübungen mit vollständiger Yogi-Atmung, Pranayama und Asanas, umgekehrte Übung (Regeneration), Meditation, Tiefenentspannung